1. Ich wurde im niedersächsischen Braunschweig geboren.
  2. Ich habe keinen Spitznamen, und finde das richtig schön. Nur meine Brüder kürzten meinen Namen ein paar Jahre lang mit Reile ab. Ein par Freunde nannten mich später Nele, aber überwiegend wurde und werde ich bei meinem Namen gerufen.
  3. Apropos Rufname: ich habe zwei Namen, heiße Anne Mareile und Mareile ist mein Rufname. Beim Vorlesen der Klassenliste zu Schuljahresbeginn führte das regelmäßig zu Verwirrung, weil sich alle fragten, wer Anne ist und warum ich nicht aufgerufen wurde. In meinem Personalausweis stand auch für einige Zeit Mareile Anne, weil die Dame im Amt meinte, der Rufname müsse immer vorne stehen.
  4. Eine Weile versuchte ich sogar, mich Anne nennen zu lassen. Dieses Experiment scheiterte jedoch daran, dass ich darauf nicht reagierte und so kehrten alle schnell wieder zu Mareile zurück.
  5. Die ersten zwei Jahrzehnte meines Lebens war ich die Einzige in meinem Umfeld, die eine weitere Mareile kannte, dann wurde Mareile Höppner Wettermoderatorin bei RTL.
  6. Auf Englisch ist mein Name unausprechbar. Die Amerikaner waren damit alle heillos überfordert. Dies war definitiv ein Grund für mein Heimweh, als wir in den Staaten lebten. Komisch eigentlich, denn auch in Deutschland fragt die Mehrheit nochmal nach, wenn ich mich vorstelle und nennt mich dann doch oft Mareike.
  7. Auf der Wunschliste mit Eigenschaften meines zukünftige Traummannes stand auch ein schöner Nachname. Lag wohl auch daran, dass ich Grahn immer buchstabieren musste. McCutchan klingt definitiv schöner, buchstabiert werden muss er aber immer und leicht auszusprechen ist er auch nicht. Das merke ich besonders dann, wenn ich im Wartezimmer aufgerufen werde und sich eine Arzthelferin durch meinen Namen stolpert.
  8. Seit ich denken kann, fühle ich mich von Gott gehalten. Dass sie mich liebt und das Beste für mich will, ist für mich schon immer selbstverständlich gewesen, weshalb ich mich auch bereits mit 9 Jahren zur Taufe entschied.
  9.  Als Kind wollte ich Sängerin werden, habe in der Domsingschule in Braunschweig, im Kinderchor, dem Jugendchor und auch in einer Band in unserer Kirchengemeinde gesungen, mich aber später nicht getraut, diesen Beruf zu wählen.
  10. Mein Mann kann auch singen, wir haben uns im Chor kennen gelernt und unsere Kinder werden abends zweistimmig in den Schlaf gesungen.
  11. Ich kenne meine Schwiegermutter viel länger als meinen Mann.
  12. Meine Schwiegermutter hat mich mit meinem Mann verkuppelt und wir sind bereits seit 18 Jahren verheiratet.
  13. Mein erster Flug führte mich direkt ganz allein übern großen Teich nach Miami, Florida, mit Umsteigen in Philadelphia, aber immerhin war ich auch schon 17.
  14. Mein Mann ist ein in Österreich geborener und in Deutschland aufgewachsener US-Amerikaner.
  15. Wir haben mit unseren Söhnen 6 Monate in Texas und 12 Monate in Florida gelebt.
  16. Beide Jungs schwimmen gerne gegen den Strom. Bereits bei ihrer Geburt zeigte sich das: Einer guckte in die Sterne, der andere chillte in perfekter Fußlage. Für mich waren dadurch beide Geburten eher schwierig. So gerne ich auch schwanger war, die Geburten gehören nicht zu meinen schönsten Erinnerungen.
  17. Meine Söhne wachsen zweisprachig auf, seit unser zweiter Sohn auf der Welt ist, spricht Richard mit den Jungs nur noch Englisch.
  18. Nachbarn in Florida nannten mich (hinter meinem Rücken) die “crazy lady”, was ich herausfand, als ich an Halloween im Affenkostüm mit meinen Kindern vorbeizog. Wie sie darauf nur kamen? Ich habe nicht die geringste Ahnung.
  19. Ich lebe seit drei Jahren mit meiner Familie im Wohnwagen, also auf wenigen Quadratmetern. Damit uns nicht die Decke auf den Kopf fällt, halten wir uns überwiegend im Süden Europas auf und mieten hin und wieder ein Ferienhaus, um mehr Platz zu haben.
  20. Um im Notfall mit Wohnwagen fahren zu können, habe ich beim ADAC ein Fahrsicherheitstraining mit unserem Gespann gemacht. Das war echt spannend, hat mich beim Rückwärtseinparken an meine Grenzen gebracht, mir aber auch die erhoffte Sicherheit gegeben. Ich weiß jetzt, dass ich das kann. Allerdings kann ich an einer Hand abzählen, wie oft ich in drei Jahren gefahren bin.
  21. Mein Orientierungssinn ist gut ausgeprägt. Bin ich eine Strecke mal gelaufen oder gefahren, finde ich mich meistens gut zurecht. Da Richard diese Gabe fehlt, er aber bedeutend lieber (und besser) mit Wohnwagen hinterm Auto fährt als ich, sitzt er auf unseren Reisen am Steuer und ich navigiere uns an den Küsten Europas entlang.
  22. Ich telefoniere höchst ungern und versuche diese Aufgabe, wenn möglich, an Richard abzugeben. Er möchte mir helfen, diese Angst (?) zu überwinden, indem er mir regelmäßig während langer Autofahrten die Aufgabe erteilt, bei Campingplätzen zu reservieren, da er ja leider beim Fahren nicht telefonieren kann. Es wird endlich Zeit für eine Freisprechanlage, oder?
  23. Meine Stimme soll samtig wie Honig und am Telefon sexy klingen. Na dann hab ich ja eine Idee, was ich tun kann, sollte ich mal Geld brauchen…
  24. Ich hasse Sprachnachrichten. Ehrlich, es ärgert mich richtig, wenn ich durch so eine Nachricht mein Tun unterbrechen soll. Das mache ich dann auch nicht, weshalb es eine ganze Weile dauern kann, bis ich mich auf eine Sprachnachricht zurückmelde. Ich lese viel lieber, und finde, beim Schreiben wird auch bedeutend weniger geschwafelt.
  25. Ich bin ein richtiger Wäschemonk. Ich hänge Wäsche gerne nach Farben sortiert auf. Oder danach, wer das jeweilige Kleidungsstück trägt. Ich benutze auch eigentlich nur Holzklammern, und achte bei bunten Plastikklammern darauf, dass die Farben zu den Kleidungsstücken passen oder wenigstens Lieblingsfarben der Wäschebesitzer*innen sind.
  26. Klopapier gehört so aufgehängt, dass das Muster auf dem Papier sichtbar ist. In unserem Klopapierhäuschen im Bad ist das allerdings nicht möglich, was mich erst verrückt gemacht hat und dann dazu führte, dass ich kein Klopapier mit schönen Mustern mehr kaufe.
  27. So genannte Engelszahlen (777, 21:21, 11:11) ziehen mich magisch an. Besonders deutlich wird mir das beim Blick auf die Uhr. Hier sehe ich oft diese besonderen Zahlenfolgen. Oder ist das nur mein Mathe-Muster-Monk?
  28. Mathematik war in der Schule mein Angst- oder Hassfach. Mittlerweile glaube ich, dass Mathe in allem steckt und komme trotzdem gut ohne Dreisatz durchs Leben.
  29. Als Jugendliche habe ich einmal eine E-Mail an einen Freund verschickt, dass ich gerne nochmal mit ihm Sterne gucken wolle. Peinlicherweise ging auch eine Mail in Kopie an den Rektor der Schule, an der meine Mutter arbeitete, raus. Ich wär am liebsten im Boden versunken, als sie mir davon erzählte, er schien es aber mit Humor zu nehmen.
  30. Die Telefonnummer von einer Coca Cola Produktionsstätte in Braunschweig war genauso wie unsere Nummer plus eine 0. Diese wurde aber beim Wählen offensichtlich häufig vergessen, so dass ich regelmäßig erklären musste, dass wir keine Softdrinks produzieren.
  31. Ich habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Richard nennt mich gerne den Anwalt z.B. unserer Kinder. Weil ich mich für andere eingesetzt habe, bin ich schon in der Schule häufiger mit Lehrern aneinandergeraten.
  32. Ok, mein loses Mundwerk und meine direkte Art könnten auch dafür verantwortlich sein.
  33. Ich nähe. Vielleicht nicht gut, aber gern. Diverse Kleidungsstücke sind so schon zusammengekommen und hoffentlich werden es noch viele mehr.
  34. Ich wollte als Kind unbedingt Ballett tanzen, dachte aber, das sei wie die Aerobic, die ich im Fernsehen gesehen hatte.
  35. Dem Orthopäden habe ich zu verdanken, dass ich mit dem Balletttanzen aufhören konnte. Er war der Meinung, Schwimmsport sei für meinen Rücken viel besser geeignet.
  36. Allerdings wurde mir beim Schwimmen mal ein blaues Auge verpasst.
  37. Mein viertes Abiturfach war Sport. Die praktische Prüfung musste verschoben werden, weil ich am Wochenende vorher bei einem (gespielten) Überfall auf ein Zeltlager stürzte und mir beide Knie prellte. Da ich die Schule erst eine gute Stunde, bevor die Prüfung anfangen sollte, telefonisch informierte, wäre ich beinahe durchgefallen.
  38. Meine Freundin und ich haben uns als Kinder mal gegenseitig die Haare geschnitten. Heute vertraue ich voll auf die Profis. Nur einmal habe ich mitgeholfen, meinem Sohn einen Iro zu schneiden.
  39. Meine Haare waren schon mal wasserstoffblond, braun, rot, lila, blau und grün. Eigentlich sind sie aber straßenköterblond, oder honigblond, wie meine Lieblingsfriseurin aus Braunschweig mich stets korrigierte.
  40. Im Studium habe ich mich mal mit Freundinnen über Frisuren unterhalten, Wir waren uns einig, dass wir Kurzhaarfrisuren schrecklich finden und uns gerade noch kinnlange Haare vorstellen können. Seitdem ich (auf Wunsch und Anregung von Richard) meine Haare abschneiden ließ, ist kinnlang meist die magische Grenze, wann sie spätestens wieder kurz werden müssen.
  41. Ich habe Lehramt mit den Fächern Englisch und Musik studiert, nach nur einem Semester allerdings von Musik zu Sport gewechselt. Musiklehrerin wollte ich irgendwie doch nicht sein. Später habe ich dann aber über Jahre fachfremd genau das getan: Musik unterrichtet.
  42. Während meines Studiums habe ich einen Windsurfschein gemacht, kann aber leider nichts mehr davon.
  43. Ich war schon mal im Fernsehen. Und zwar bei einer Talk Show. Eigentlich wollte ich unsere Jugendgruppe zu einem Thema über den Glauben anmelden, eingeladen wurde ich dann aber zum Thema: “Ich war im Knast, bitte gib mir eine zweite Chance!” Nennt mich Walter…
  44. Gemeinsam mit Freundinnen habe ich in ihrer WG gerne Psychothriller und Horrorfilme geschaut. Da alle anderen ja dort wohnten, musste ich anschließend aber leider alleine nach Hause gehen.
  45. Mit Anfang 20 hörte ich auf, solche Filme zu schauen. Zu viele Bilder in meinem Kopf. In Büchern darf es aber gerne weiter düster und brutal sein. Irgendwie stresst mich das weniger.
  46. Ich bin kein Serienjunkie. Ausnahme: Gilmore Girls. Die kann ich mir immer wieder anschauen.
  47. Früher war das etwas anders. Wenn mich Freunde anriefen, während GZSZ lief, konnte ich schon mal ausfallend werden am Telefon.
  48. Meine erste CD war von Rolf Zuckowski. Die zweite von David Hasselhoff.
  49. Heute liebe ich Musik aus vielen Genres. Gerne gitarrenlastig und auf jeden Fall mit Gesang.
  50. Ich esse gerne. Am liebsten Kartoffeln in allen Varianten. Meine Eltern meinen, auch als Kleinkind war ich schon zufrieden mit einer gekochten Kartoffel in der Hand an der ich herumknabbern konnte.
  51. Frühstück ist meine Lieblingsmahlzeit. Gerne darf es bis kurz vor Mittag ausgedehnt werden und auf jeden Fall ist es süß.
  52. Ich lese viel. Mittlerweile fast nur noch elektronisch. Ist auf Reisen auch viel einfacher. Und beim Einschlafen fällt mir kein schweres Buch mehr aufs Gesicht.
  53. Ich bin Schütze, mein Baumkreiszeichen ist die Esche, in der Numerologie bin ich eine 38-11 und im Human Design ein Manifestierender Generator (6/2). Da ich von all diese Dingen (noch) keine oder viel zu wenig Ahnung habe, passiert es mir oft, dass Menschen, die mich dazu befragen, bei einer Antwort zustimmend nicken, ich mich allerdings mittlerweile eher frage: Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Was aus dieser Sammlung an informativen, banalen und kuriosen Fakten über mich hat dich überrascht? Was hast du schon gewusst? Und was gibt es spannendes über dich zu wissen?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

thirteen − eleven =