Unser letzter Monat in Florida hat begonnen und wir haben uns sehr gefreut, dass ein besonderes Ereignis in diese Zeit fiel: Ein Raketenstart. Das stand definitiv noch auf der Wunschliste. Als wir dann lasen, dass die Falcon Heavy am 06. Februar starten sollte, war klar, dass wir bei dem Start dabei sein würden. VIP-Plätze waren uns zwar zu teuer, aber in der näheren Umgebung vom Cape Canaveral hat man fast überall eine gute Sicht auf den Start und so fuhren wir in der Hoffnung los, einen Platz möglichst dicht am Geschehen zu finden. Leider war der Strand in unmittelbarer Nachbarschaft vom Launch Pad voll, als wir endlich dort ankamen, aber an einer Brücke in Titusville hatten wir auch gute Sicht. Bereits die Verkehrssituation bei der Anfahrt hatte gezeigt, dass wir in guter Gesellschaft sein würden, und so war es dann auch brechend voll.

Für den Start war ein Zeitfenster von ca. drei Stunden vorgesehen. Auf der Website von SpaceX hielten wir uns über aktuelle Angaben zur Startzeit auf dem Laufenden, um den entscheidenen Moment nicht zu verpassen. Eine ganze Weile hieß es allerdings warten und hoffen, denn zu starke Höhenwinde sorgten für eine zweistündige Verspätung. Zum Glück gab es dann aber doch grünes Licht für den Start, auf eine spontane Übernachtung waren wir nicht eingestellt, hätten den Start aber sehr ungern verpasst.

Und dann war es soweit. Minuten vor dem Start wurde es unruhig, die Menschen gerieten in Bewegung. Viele gingen ein paar Schritte ins Wasser, um freie Sicht zu haben, so auch wir. Und dann ging alles ziemlich schnell. Wir sahen ziemlich viel Rauch und ein helles Licht, das gen Himmel schwebte. Nach ca. 20 Sekunden folgte das Geräusch des Starts. Schließlich war die Falcon Heavy verschwunden. Aber nach ungefähr acht Minuten landeten zwei der drei Antriebsraketen wieder und das war auch nochmal ziemlich aufregend. Auch hier folgte der Lärm des Wiedereintritts in die Atmosphäre und der Landung erst, als die beiden Raketen schon wieder am Boden waren. Tja, und das wars dann auch schon. Klingt ziemlich unspektakulär, war es aber nicht. Das gemeinsame Warten mit all diesen Menschen, die bei Start und Landung in spontanen Jubel ausbrachen und zu klatschen begannen, machte es zu einem besonderen Erlebnis, genauso wie das Wissen, dass es hier um eine besondere, nämlich die weltweit leistungsstärkste, Rakete ging. Wir sind froh, dabei gewesen zu sein.

Die Rakete schickte übrigens einen TESLA ins All, der sich nun auf dem Weg zum Mars befindet. Die Ankunft werden wir wohl nicht mehr mitbekommen, aber auf seiner Reise könnt ihr ihn eine Weile begleiten.

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