Es ist vorbei, bye-bye Junimond. Kaum zu glauben, aber die Hälfte des Jahres ist tatsächlich schon rum. Mit dem Juni geht für uns auch die Zeit in Deutschland endlich wieder zu Ende. Im Juli fahren wir wieder los. Vorbei ist auch der Frühling, im Juni ging der Sommer voll los. Sonne, blauer Himmel, Zeit für den Rasensprenger und die Hängematte.
Gezweifelt und gehadert haben wir an und mit unserer Entscheidung fürs Freilernen. Lange Phasen ohne Kontakte mit anderen Freilernern tun uns nicht gut. Ist es Zeit für etwas Neues? Vorbei das Freilernen? Jein. Wir sind auf jeden Fall ganz schön ins Wanken geraten.
Der Juni war überwiegend schön. Das erste Halbjahr 2023 nicht unbedingt. Aber das ist vorbei.
Bye-bye – Butterfly!

Meine Juni Momente

Urlaubsfeeling – eine Woche Ostsee

Die erste Juniwoche verbrachten wir in einer Ferienwohnung meiner Großtante an der Ostsee. Endlich am Meer. Was hab ich das vermisst! Und wir wurden reichlich mit Sonne verwöhnt, die ganze Woche war ein Traumwetter. Benjis 8. Geburtstag feierten wir auch dort. Zu diesem Anlass reisten auch Oma und Opa an. Das war eine so schöne Woche und sie förderte den Wunsch, dass ich, wenn möglich, doch bitte das Meer in der näheren Umgebung haben sollte.

Die Wohnung hat Meerblick, liegt in zweiter Reihe, also nur einen Katzensprung vom Strand entfernt. Echter Luxus. Beim Workout auf dem Balkon aufs Wasser schauen, schnell mal eben die Füße ins Wasser halten, sich den ganzen Tag eine salzige Brise um die Nase wehen zu lassen – herrlich schön!

Einen kleinen Dämpfer bekam die gute Laune als Joshua bei einem gewagten Sprung sein Ziel verfehlte und sich den Kopf aufschlug. Eine Platzwunde musste ärztlich behandelt werden. Das Nähen blieb ihm erspart – ein Hoch auf den Gewebekleber! Und glücklicherweise gab es keine weiteren Beeinträchtigungen und der Urlaub konnte entspannt weitergehen.
Zum Abschied war ich noch einmal baden. Leider hatte sich die Ostsee während der einen Woche nicht erwärmt und es blieb bei 13 Grad Wassertemperatur. Aber wat mutt, dat mutt.

Wieder zurück in Hohnstorf wurde mir deutlich, dass der Blick auf die Elbe zwar auch schön, aber einfach nicht vergleichbar ist mit der Weite des Meeres. Die fehlte mir sehr.

Am Meer.
Besuch von Oma und Opa.
Geburtstag wurde gefeiert.
Abgetaucht.

Zwischen Freiheit und Unsicherheit – War es das mit dem Freilernen?

Was haben wir nur getan?! Mehr als einmal wünschte ich mir im Juni sehnlichst, die Zeit zurückdrehen zu können. Wobei, eigentlich begann es schon früher. Auf jeden Fall wurden Zweifel laut, alte Glaubenssätze meldeten sich zurück. Sie fangen fast alle mit: “Aber sie müssen doch…” an. Mit sie sind die Jungs gemeint. Mich packte die Sorge um Abschlüsse. Mathe, Deutsch und überhaupt, richtig lernen sollten die Jungs endlich mal. Diese Freilernerei führt zu nix. Medien und vor allem Minecraft nehmen überhand. “So geht das doch nicht.” Eine Schule (eine freie natürlich) erschien mir auf einmal wieder als der beste Weg.

Da aber Anmeldefristen und Platzvergabeverfahren natürlich längst abgelaufen sind und wir also mindestens ein weiteres Jahr warten müssten, beschloss ich, wieder zum Homeschooling zurückzukehren. Also fing ich an, nach möglichen Projekten zu suchen, die ihnen Spaß machen würden, aber trotzdem “echtes” Mathe fördern. Ist nicht so leicht, das kann ich euch sagen. Ich hab mit meiner Mama ihre Materialsammlung durchforstet und diverse Sachen gefunden. Aber in der Umsetzung fiel mir auf, dass das, was den Schulkindern im System Spaß macht, weil es vom klassischen Rechnen abweicht, noch lange nicht meine Freilerner hinterm Ofen hervorlockt.

Und zurzeit (zum Teil der beginnenden Pubertät wegen) wird eigentlich jeder Vorschlag abgelehnt, einfach weil er von mir kommt. Vereinfacht die Sache nun auch nicht. Das Homeschoolen bedeutete zusätzlich, dass ich direkt involviert war. Das allerdings hatte ich eigentlich vermeiden wollen. Also durchziehen, bis wir wieder eine Homeschoolroutine haben, die mir ein wenig Freiraum ermöglicht? Fühlte sich ziemlich falsch an. Und ist extrem kräftezehrend. Im Tun merkte ich so wieder einmal, was ich nicht will und warum wir den Weg des Freilernens gewählt hatten. Das mag ich einfach nicht aufgeben.

Ich glaube, im ersten Halbjahr 2023 waren wir einfach zu viel für uns. Ich brauche wieder Menschen, die denselben Weg gehen (oder schon gegangen sind), damit ich in den Austausch gehen und das Vertrauen zurück gewinnen kann. Und die Jungs brauchen das auch. Die Mathe für Minecrafter-Hefte werden wir aber trotzdem auf die Reise mitnehmen. Denn im Minecraft Look haben die Jungs tatsächlich Spaß an klassischen Rechenaufgaben.

Es ist zum Haare raufen.
Was sollen wir bloß tun?

Gemeindefreizeit in Krelingen – Gemeinschaft hat was

Oh, wie ist das schön! Oh, wie ist das schön! So was hat man lange nicht gesehn, so schön, so schön!
Das war mein vorrangiges Gefühl während der Gemeindefreizeit der Friedenskirche Lüneburg. Ein Wochenende mit herrlichem Wetter und ca. 190 netten Menschen in der Lüneburger Heide. Das Motto: Gemeinschaft hat was. Und genau so war es auch.

Intensiver Austausch in Gesprächen, gemeinsames Singen, miteinander Essen, viel Zeit zum Spielen – die Gemeinschaft war wirklich schön. Wir haben wieder neue Menschen aus der Gemeinde kennen gelernt und die Jungs haben neue Freundschaften geschlossen. Ich war danach von all den Eindrücken ziemlich platt und bin sowieso ein Mensch, der seinen persönlichen Rückzugsraum braucht.

Aber dennoch wünsche ich mir genau so eine Gemeinschaft. Ich hätte nichts dagegen, wenn wir in unserem zukünftigen Zuhause nah mit Menschen zusammen leben, mit denen wir uns verbinden können. Die Jungs können sich den ganzen Tag mit anderen und auf dem Gelände beschäftigen und auch wir haben jemanden in der Nachbarschaft für einen Schnack. Ja, das wär schön.

Gemütliches Beisammensein.
So ist es. Auch wenn es natürlich real life heißen müsste.
Hier ging es hoch hinauf beim Kisten klettern.
Das Lächeln fiel uns nicht schwer, wir hatten ein wunderschönes Wochenende.

Lied des Monats

Ans Meer zu fahren, scheint geholfen zu haben. Silbermond wurde endlich abgelöst. Im Juni habe ich recht oft “Do what you want” von Lady Gaga, gemeinsam mit Christina Aguilera, gehört. Das macht einfach gute Laune. Die Botschaft des Liedes ist es, trotz Kritik stark und unabhängig zu bleiben und sich durch nichts von dem abhalten zu lassen, was man tun möchte.
Nummer zwei im Juni war Five Iron Frenzy mit “Every New Day”. Ska-Worship, den ich in meiner Jugend gehört habe. Jesus Christ, light of the world, burning bright within our hearts forever! Froh und laut im Auto zu singen, ist meine Empfehlung.

Und nun? Was bringt der Juli?

  • Aufbruch: Wir fahren wieder los und diesmal in eine neue Richtung. Daneben gibt es keine Pläne.

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